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Die ersten 1.000 Tage bestimmen die Gesundheit für das ganze Leben

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Was ist die Darmflora und wieso ist sie so wichtig für Babys?

Mit der Darmflora, wissenschaftlich auch intestinales Mikrobiom genannt, sind alle Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze gemeint, die sich im Darm befinden.

Darmbakterien spielen eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit und sind gerade in der frühkindlichen Entwicklungsphase besonders relevant.

In dieser Phase, also ca. die ersten 1.000 Tage wird das Immunsystem von wichtigen Bakterien, vor allem Bifidobakterien, in der Darmflora des Babys geprägt.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass, wenn diese Bifidobakterien in den ersten Lebensmonaten fehlen, das mit verschiedenen Erkrankungen korreliert - vor allem Allergien und Autoimmunerkrankungen aber auch Fettleibigkeit und psychische Störungen.

30%
aller Babys in Deutschland werden per Kaiserschnitt geboren

Kaiserschnittgeburt

Bei einer vaginalen Geburt wird das Mikrobiom der Mutter an das Baby übertragen. Studien zeigen, dass der Darmflora von Babys, die per Kaiserschnitt zur Welt gekommen sind, oft wichtige Darmbakterien fehlen.

49%
aller Kinder bis 6 Jahren bekommen Antibiotika verabreicht

Antibiotika

Antibiotika retten Leben! Leider können sie neben schädlichen Keimen auch nützliche Darmbakterien töten. Das kann dazu führen, dass diese Bakterien im Mikrobiom von Babys fehlen.

63%
aller Babys werden in den ersten 6 Monaten nicht exklusiv gestillt

Ernährung

Muttermilch ist die beste Babynahrung. Neben Nährstoffen für das Baby enthält sie auch Nährstoffe für dessen Darmbakterien. Studien zeigen, dass Ernährung ohne Muttermilch zu niedrigeren Leveln wichtiger Darmbakterien führt.

Testablauf

So funktioniert der Testablauf

Mikrobiom-Tests von zu Hause aus machen und Ergebnis online empfangen

  • Ventra Baby Mikrobiomtest
    1.

    Probenentnahme zu Hause

    Nimm eine Stuhlprobe aus der Windel deines Babies mit unserem Entnahmekit und wirf sie im vorfrankierten Rücksendeumschlag einfach in den nächsten Briefkasten

  • 2.

    Modernstes Analyseverfahren

    Wir analysieren die Probe und schicken dir einen Report mit den wichtigsten Informationen zur Darmflora deines Babys und Handlungsempfehlungen wie du sie verbessern kannst.

  • 3.

    Passende Probiotika

    Falls wichtige Darmbakterien fehlen, stellen wir dir spezielle Probiotika für dein Baby zur Verfügung, um die Darmflora aufzubauen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Mikrobiom?

Das Mikrobiom ist ein Sammelbegriff für alle Mikroorganismen, die sich in einem bestimmten Bereich befinden. Mit intestinalem Mikrobiom oder auch Darmflora genannt, sind also alle Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze gemeint, die sich im Darm befinden. Für den Zweck unserer Analysen benutzen wir den Ausdruck Mikrobiom und Darmflora synonym und meinen damit die Bakterien, die den Darm besiedeln. Unterschiedliche Abschnitte des Magen-Darm-Traktes behausen unterschiedliche Bakterien, die je nach pH Level und Sauerstoffvorkommen perfekt an den jeweiligen Darmabschnitt angepasst sind.

Warum ist das intestale Mikrobiom so wichtig?

Darmbakterien spielen eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit [1]:

  • Nützliche Bakterien verhindern beispielsweise das ansiedeln von krankheitsauslösenden Bakterien in dem sie den Platz im Darm besetzen oder die Darmschleimhautbarriere verstärken [2].
  • Bakterien können Bestandteile aus unserer Nahrung verdauen, die der menschliche Körper nicht verdauen kann (bestimmte pflanzliche Fasern zum Beispiel). Als Gegenleistung dass der Mensch die Bakterien mit Nahrung versorgt und ihnen einen angenehmen „Wohnraum“ überlässt, versorgen gewisse Bakterien uns mit wichtigen Stoffwechselprodukten wie kurzkettige Fettsäuren die wir selbst nicht herstellen können [3].
  • Bakterien im Darm haben außerdem eine wichtige Funktion im Hinblick auf das Immunsystem [4].

Der menschliche Körper lebt meist harmonisch mit den Mikroorganismen zusammen und profitiert von deren Fähigkeiten. In manchen Fällen jedoch kann ein bakterielles Ungleichgewicht oder eine Infektion diese Harmonie stören.

Was bedeutet das für Babys?

Bei einer normalen, gesunden Schwangerschaft ist das Kind im Mutterleib gänzlich unbesiedelt von Bakterien [5]. Mit Beginn des Geburtsvorgangs kommt das Kind erstmals mit Bakterien der Außenwelt in Kontakt.

Babys die vaginal geboren werden nehmen während der Reise durch den Geburtskanal vaginale Bakterien der Mutter auf, Kinder, die per Kaiserschnitt geboren werden, akquirieren zuallererst Bakterien der Haut der Mutter, wenn sie nach der Geburt auf die Brust der Mutter gelegt werden [6].

Externe Faktoren wie Art der Ernährung (Stillen oder Flasche) sowie Antibiotika Gabe können die kindliche Darmflora zusätzlich beeinflussen [7].

Die Darmflora bei Babys und Kleinkinder ändert sich kontinuierlich und entwickelt sich von einem Mikrobiom, das auf reine Milchnahrung ausgelegt ist zu einem Mikrobiom das allmählich, je älter die Kinder werden, der von Erwachsenen ähnelt [8].

Aktuelle Studien deuten auf, dass das Mikrobiom in der frühkindlichen Entwicklungsphase besonders sensibel auf Veränderungen und Einflüsse reagiert [9]. Dies kann spätere Gesundheitsauswirkungen nach sich ziehen [8].

Mehr dazu findest du in unserem Blog-Post Die ersten 1.000 Tage: Warum die Darmflora von Babys besonders wichtig ist.

Was und wie wird getestet?

Du hast die Stuhlprobe erfolgreich aus der Windel oder dem Töpfchen entnommen, den Fragebogen ausgefüllt und die wertvolle Fracht der Post übergeben. Wie geht es jetzt weiter?

Die Stuhlproben werden im Labor für die Analyse aufbereitet. Dafür werden die Bakterien in der Probe von den anderen Stuhlbestandteilen getrennt. Bei unserer Analyse untersuchen wir das Erbgut der Bakterien aus dem Darm und nutzen dies zur Identifizierung der Bakterien (die Methode nennt sich Whole Genome Sequencing oder kurz WGS). Dies ermöglicht uns eine genaue Aussage bezüglich der Art der Bakterien (welche Spezies waren in der Stuhlprobe vorhanden) sowie des Verhältnisses der vorkommenden Bakterien (wie viele von welchen Bakterien waren vorhanden). Das setzen wir in Verhältnis zu den Angaben, die du im Fragebogen gemacht hast. Zusammen ergibt das dann einen ausführlichen Befund über den aktuellen Zustand der Darmflora deines Kindes.

Was für Ergebnisse kann der Test geben?

Die Darmflora eines jeden Menschen ist individuell und wird durch viele Faktoren beeinflusst. Aus diesem Grund gibt es auch nicht das eine, perfekte Mikrobiom, das für alle erstrebenswert ist. Die bakterielle „Whole Genome Sequencing“ Analyse kann dir gute Hinweise und Anregungen bezüglich der bakteriellen Darmbewohner deines Kindes geben. Mit Hilfe der Untersuchung können wir zum Beispiel feststellen, ob potenziell pathogene Bakterien im Darm zu finden sind oder ob eine Gruppe Bakterien überhandgenommen hat die nicht als vorteilhaft bekannt sind. Außerdem lassen sich die bakteriellen Genome auf etwaige Antibiotikaresistenzen untersuchen.

Eine ganz wichtige Kategorie von Bakterien, die wir in unseren Reports ausweisen sind Bifidobakterien, weil sie das Immunsystem in unseren ersten Lebensmonaten programmieren. Die Testergebnisse von Ventra Health können dir ein Stück Sicherheit geben was den Anteil an Bifidobakterien in der Darmflora deines Kindes betrifft. Du bekommst Bescheid, ob dieser im altersentsprechenden Normbereich liegt und wie du ihn dort hin bringen kannst.

Zusätzlich bekommst du Tipps an die Hand, wie du auf natürliche Weise einen positiven Einfluss auf die Darmflora nehmen kannst.

Wie unterscheidet sich der Ventra-Test von den Stuhltests bei meiner Ärztin?

Traditionelle Stuhlproben werden verschrieben, wenn ein Verdacht auf pathogene Erreger im Darm vorliegt. Dabei werden bestimmte Bakterien in der Probe auf einer Nährlösung angezüchtet und danach mikroskopisch identifiziert.

Das Vorgehen bei den Ventra Tests ist ein gänzlich anderes: wir versuchen nicht, bestimmte einzelne Erreger nachzuweisen oder nicht nachzuweisen. Wir schauen uns an was alles da ist und wie viel davon. Wir sind der Meinung, dass es nicht erst zu ausgeprägten Beschwerden kommen sollte bevor man sich mit der Darmflora beschäftigt. Bei uns ist das Motto: je mehr wir über die Darmbewohner wissen, desto besser! Bakterien im Darm leben in einer Art häuslicher Gemeinschaft, eine riesige Bakterien WG sozusagen.

Deshalb interessieren uns alle Bakterien im Darm damit wir uns ein möglichst umfassendes Bild des Zustandes im Darm machen können.

Was wird nicht untersucht?

Wir untersuchen ausschließlich das Erbgut der Bakterien im Darm. Das bedeutet, dass der Test dir keinerlei Auskunft über das Erbgut deines Babys geben kann. Auch Virusinfektionen werden gerade noch nicht nachgewiesen.

Bitte beachte auch, dass die Bakterien-Analyse immer nur eine Momentaufnahme ist. Genau wie dein Kind sich wahnsinnig schnell in den ersten Lebensjahren weiterentwickelt tut dies auch die kindliche Darmflora. In den ersten Monaten wird zwar der Grundstein für die spätere Darmflora gelegt, sie ist jedoch noch wandelbar.

Aus diesem Grund empfehlen wir regelmäßige Überprüfungen der Darmflora zu verschiedenen Zeitpunkt, um Veränderungen nachvollziehen zu können.

Wie und wieso werden die Testdaten gespeichert?

Die Weiterentwicklung und Verbesserung der bakteriellen Datenanalyse lebt von der Auswertung großer Datenmengen. Die Darmflora von Kind zu Kind ist sehr unterschiedlich.

Die Daten deines Kindes werden für zukünftige Forschung anonymisiert gespeichert. Das bedeutet, alle identifizierbaren Merkmale wie Name und Adresse werden gelöscht und niemand kann hinterher mehr nachvollziehen, dass es sich hier um dein Kind handelt. Die Daten deines Kindes werden dann gebündelt mit tausenden anderen Daten gemeinsam ausgewertet, um mögliche Zusammenhänge zu erforschen.

Dein Kind und du leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des kindlichen Mikrobioms.

Werden genetische Daten meines Babys verarbeitet?

Nein. Noch vor der Sequenzierung wird die Probe mittels chemischer Verfahren von sämtlicher menschlicher DNA befreit. Damit ist es komplett unmöglich zu irgendeinem Zeitpunkt des Testverfahrens genetische Daten deines Babys zu erfassen. Die einzigen Daten die erfasst werden, sind die kombinierte DNA der Mikroorganismen in der Probe.

Habt ihr wissenschaftliche Quellen, damit ich mich ein bisschen einlesen kann?

Klar! Here you go, die entsprechenden Zahlen findest du oben in den anderen Antworten wieder:

[1] Sekirov, I., et al., Gut microbiota in health and disease. Physiological reviews, 2010.

[2] Anderson, R.C., et al., Lactobacillus plantarum MB452 enhances the function of the intestinal barrier by increasing the expression levels of genes involved in tight junction formation. BMC microbiology, 2010. 10(1): p. 1-11.

[3] LeBlanc, J.G., et al., Beneficial effects on host energy metabolism of short-chain fatty acids and vitamins produced by commensal and probiotic bacteria. Microbial cell factories, 2017. 16(1): p. 1-10.

[5] de Goffau, M.C., et al., Human placenta has no microbiome but can contain potential pathogens. Nature, 2019. 572(7769): p. 329-334.

[6] Dominguez-Bello, M.G., et al., Delivery mode shapes the acquisition and structure of the initial microbiota across multiple body habitats in newborns. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2010. 107(26): p. 11971-11975.

[7] Bokulich, N.A., et al., Antibiotics, birth mode, and diet shape microbiome maturation during early life. Science translational medicine, 2016. 8(343): p. 343ra82-343ra82.

[4] Olszak, T., et al., Microbial exposure during early life has persistent effects on natural killer T cell function. Science, 2012. 336(6080): p. 489-493.

[8] Stewart, C.J., et al., Temporal development of the gut microbiome in early childhood from the TEDDY study. Nature, 2018. 562(7728): p. 583-588.

[9] Roswall, J., et al., Developmental trajectory of the healthy human gut microbiota during the first 5 years of life. Cell host & microbe, 2021. 29(5): p. 765-776. e3.

  • Prof. Dr. Lindsay Hall

    TUM Professur "Intestinales Mikrobiom"

    Gruppenleiter Mikrobiom am Quadram Institut (UK) mit Forschungsfokus auf dem Mikrobiom von Säuglingen

    LinkedIn 
  • Prof. Dr. med. Johannes Hübner

    LMU Professur

    Kinderarzt

    Stellvertretender Leiter des Dr. von Haunerschem Kinderspital München

    LinkedIn 
  • Dr. Danial Taherzadeh

    Deep-Tech Unternehmer und TUM Bioinformatiker mit Forschungsfokus auf mikrobiellen Ökosystemen

    LinkedIn 
  • Dr. Nina Heppner

    TUM Doktorandin Mikrobiologie mit Forschungsfokus auf dem Mikrobiom von Säuglingen

    LinkedIn 
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